PRÄVENTION DURCH SOZIALKONTAKTE

Neuro-Depesche

Unser Verbundensein mit anderen als der Gesundheitsfaktor schlechthin

Ein Interview von Frank Aschoff

Gute soziale Kontakte sind für ein gelingendes Leben entscheidend, das ahnt man. Aber dass sie laut Studien im Ranking der Faktoren für ein gesundes, zufriedenes und langes Leben ganz oben stehen – noch vor Ernährung und Bewegung! – ist doch erstaunlich. So freute sich die Diplom-Psychologin Ulrike Scheuermann auch über dieses Forschungsergebnis, zumal es ihre Erfahrungen bestätigt und ein gewichtiges Argument in ihrem neuen Buch ist: Freunde machen gesund. 

Sie ist Bestsellerautorin, Vortragsrednerin und Coach – also vielfältig tätig. Ich persönlich habe sie als Dozentin an der Alice-Salomon-Hochschule im Rahmen meines Studiums „Kreatives Schreiben“ kennen und schätzen gelernt. Nun konnte ich die bekannte Autorin anlässlich ihres neuen Sachbuches interviewen, für das sie sehr tief in den Stand der Forschung zum Thema eingetaucht ist. 

 

Vielleicht zuerst mal zu deinem Hintergrund. Du hast nach deinem Psychologiestudium den Berliner Krisendienst mit aufgebaut und dort 10 Jahre gearbeitet. Wie habe ich mir deine Tätigkeit dort vorzustellen? 

Wir hatten dort sehr vielfältige Aufgaben: die telefonische Beratung, die Unterstützung in den neun Beratungsstellen, und in Notfällen sind wir auch zu den Menschen hingefahren. Ich habe dort viel kennengelernt: wie unterschiedlich Menschen leben, durch die Notfalleinsätze auch, wie sie wohnen ... Das habe ich sehr geschätzt, dass ich mit ganz verschiedenen Menschen zu tun hatte. Jeder kommt mal in eine Krise. Man kann Menschen in solchen Ausnahmesituationen sehr intensiv kennenlernen. Ich habe auch viel über Beratung gelernt, schnell mit Menschen in Kontakt zu kommen, einen Zugang zu bekommen und dann zu helfen. 

Hat dich diese Arbeit als Autorin geprägt? 

Ja, das ist tatsächlich so. Wir haben in interdisziplinären Teams gearbeitet und ich habe auch mit zwei meiner Kolleginnen mein erstes Buch geschrieben, ein Fachbuch, das weit gefasst auch für andere Professionen gedacht ist, es heißt „Krisenintervention“. Das war meine erste Buchschreiberfahrung. Uns hat es sehr viel Freude gemacht, wir haben ein schönes Team gebildet. 

Viele Geschichten aus meinen Beratungsdiensten habe ich aufgeschrieben, auch um diese Begegnungen zu verarbeiten, zu integrieren oder wieder loszulassen. Das bedeutet für mich das Schreibdenken. Später sind die Fallgeschichten in meine Bücher eingeflossen. Hier habe ich oft Prototypen gebildet, um die Anonymität vollständig zu sichern und meine Inhalte für Lernzwecke gut zu vermitteln. 

Das Schreibdenken habe ich schon bei dir als meiner Dozentin kennen und schätzen gelernt. Das kommt auch in deinem neuen Buch vor, im Übungskapitel. Auf das kommen wir ja später noch. Ich habe jetzt schon einige Bücher von dir gelesen und auch Vorträge gehört. Du arbeitest besonders stark persönliche Erlebnisse und biografische Details mit ein: In deinem neuen Buch „Freunde machen gesund“, fängst du mit einer Szene an, in der du dich als 14-jährige Spätentwicklerin mit Neurodermitis und ihren entsprechenden Problemen schilderst. Welche Rolle für deinen Weg hat diese Krankheit gespielt? 

Ich habe irgendwann beschlossen, dass diese Krankheit etwas so Prägendes in meinem Leben war, dass es auch sinnvoll ist, das zu erzählen. Auch wenn ich heute eigentlich gesund bin und nur noch manchmal ahne, dass ich mal Neurodermitis hatte, hat es mich sehr beeinflusst. Die Krankheit hat mich in den ersten 25 Jahren meines Lebens beherrscht. Ich musste mich als schwerer Fall sehr intensiv damit auseinandersetzen. Ich schreibe so etwas nicht, um mein Leiden auszubreiten, sondern aus didaktischen Gründen. Ich möchte den Lesenden die Möglichkeit bieten, zu erfahren, wie man sich mit etwas Schwierigem auseinandersetzen und daran lernen und wachsen kann. Natürlich nicht auf die Art, dass ich schreibe, dass früher alles schrecklich in meinem Leben war und jetzt alles gut und man das nur noch nachmachen muss. Aber Geschichten sind hilfreich. 

Ich möchte den Lesenden die Möglichkeit bieten, zu erfahren, wie man sich mit etwas Schwierigem auseinandersetzen und daran lernen und wachsen kann.

Als Leser kann ich sagen, dass dies eine Verbindung von mir als Leser mit dir als Autorin schafft. Ich bekomme im Laufe des Lesens den Eindruck, dich besser kennenzulernen, deine Stimme zu hören – und damit habe ich elegant zum Thema Verbindung übergeleitet: In deinem letzten Buch über den „Immunbooster Selbstliebe“ hast du als einen Bereich von Selfcare „Deine Verbundenheit stärken“ beschrieben. Nun hast du ein neues Buch „Freunde machen gesund“ genannt. Ich habe den Eindruck, dass du das Thema „Verbundenheit“ hier ausbaust. Was war der Impuls dafür? 

Dieses Thema Verbundenheit ist tatsächlich ein Hintergrund dafür, dass ich meine persönlichen Geschichten erzähle. Ein Ansatz in meiner Arbeit ist es, Menschen dabei zu helfen, alle Seiten ihrer Person anzunehmen, auch die ungeliebten, die schwierigen, oder diejenigen, für die sie sich vor anderen Menschen schämen. Indem ich selbst etwas erzähle, was für mich schwierig war und ist, vermittle ich, dass es geht. Auch für mich ist das manchmal nicht leicht. Aber ich versuche, mich mit all dem anzunehmen, was mich ausmacht. Und das ist eine ganz wichtige Voraussetzung dafür, Verbundenheit mit anderen Menschen aufzubauen. Wir verbinden uns nicht darüber, dass wir uns besonders toll darstellen und perfekt sind. Das macht unnahbar und cuttet eher die Verbindung zu anderen, weil andere sich dann klein und defizitär fühlen. Wenn man sich ganz zeigt, dann können andere anknüpfen. Dann entsteht Verbundenheit. Im neuen Buch habe ich das ausgebaut zu dem Thema „Soziale Kontakte“ und wie diese uns gesund machen. Und dies habe ich im Titel „Freunde machen gesund“ zusammengefasst. „Freunde“ ist hier im weiten Sinne gemeint: alle nahen und fernen sozialen Kontakte, die uns wichtig sind. Verbundenheit ist die subtile Grundlage für alles andere. Das ist die Grundmusik, die unter dem Thema liegt. 

Wenn man sich ganz zeigt, dann können andere anknüpfen. Dann entsteht Verbundenheit.

Du beschreibst die sehr tiefen und innigen Beziehungen als besonders gesundheitsfördernd. Mit Freunden sind hier also nicht unbedingt Facebook- und Instagram-Freunde gemeint, wo vielleicht der Aspekt der einseitigen positiven Selbstdarstellung eine Rolle spielt, oder? 

Vorab: Ich bin überhaupt nicht gegen soziale Medien. Ich beziehe mich ja insgesamt sehr auf Forschungsergebnisse: Und wenn man sich hier die Kontakte in sozialen Medien anschaut, dann gibt es zwei verschiedene Funktionen: Selbstdarstellung und Kontakte mit Menschen, die man eigentlich gar nicht kennt und wo die Zeit auch nie reichen würde, um mit ihnen näher in Kontakt zu kommen. Dazu ist die vorsichtige Aussage der Forschung, dass dies eher falsch investierte soziale Zeit ist. Dann gibt es aber auch die Menschen, mit denen man ohnehin schon näher verbunden ist und die man auch persönlich kennt. Dann ist es sehr sinnvoll und hilfreich, wenn man mit denen auch zusätzlich über die sozialen Medien in Kontakt ist. Weil man dadurch leicht etwas voneinander erfährt, schnell mal den Kontakt auffrischen kann. 

In den im Buch dargestellten Beziehungskreisen gibt es die ganz nahen, stabilen, innigen, emotional bedeutsamen und verlässlichen Beziehungen, die sehr wichtig für uns sind. Es gibt aber auch die größeren Kreise: die Gruppen, die Nachbarschaft, das Team bei der Arbeit, der größere Kreis der Familie und Verwandtschaft. Die sind auch wichtig für uns. Der eine Faktor ist das Eingebundensein in eine Gemeinschaft, auch mit vielen Menschen und der andere Faktor ist der stabile, nahe Kontakt. 

Du beschreibst im Buch sehr anschaulich, wie unser Gehirn sozusagen konstruiert worden ist, für die sozialen Beziehungen. Als Menschen bewegen wir uns in Gruppen, man kann wohl ungefähr 150 Kontakte pflegen ... 

Genau, es gibt einen recht bekannten britischen Netzwerkforscher, Robin Dunbar, mit dem habe ich auch ein sehr nettes Netzwerkgespräch gehabt. Er hat durch riesige Studien herausgefunden, dass ungefähr 150 Menschen das sind, was man verarbeiten kann, mit denen man Kontakt halten kann und auch weiß, wie sie untereinander vernetzt sind. 150 ist die Zahl, bis zu der Gruppen in allen Gesellschaften in nicht hierarchischen Strukturen organisiert sein können. Darüber fangen dann die Hierarchien an. 

Ungefähr 150 Menschen sind das, was man verarbeiten kann, mit denen man Kontakt halten kann und auch weiß, wie sie untereinander vernetzt sind.

Du bist für dieses Buch tief in die wissenschaftliche Literaturrecherche eingestiegen. Du beziehst dich immer wieder auf Forschung. Du beschreibst, dass du selbst auf einen überraschenden Befund gestoßen bist, nämlich unter anderem auf eine Meta-Analyse, die in der Liste der Faktoren für Langlebigkeit, also ein gesundes, langes Leben eben nicht Ernährung und Bewegung, wie man spontan denken würde, an erster Stelle der Ergebnisse stehen hat, sondern die soziale Verbindung. War das für dich auch überraschend? 

Es war vor allem eine große Freude, als ich diese Ergebnisse entdeckt habe. Das Buch will ich ja seit vielen Jahren schreiben, es war über viele Jahre angelegt, gereift. Ich wusste sofort: Das ist mein dickes, fettes Argument, um zu belegen, wie wichtig soziale Beziehungen sind, auch für Zufriedenheit und langfristiges Glück. Es gibt außerdem eine Harvard-Studie, die längste Langzeitstudie, die 1938 begonnen wurde und die immer noch weiterläuft. Da geht es um das Wohlbefinden von Menschen und auch hier lautet das aktuelle Fazit der Forschenden – mittlerweile in der vierten Generation: Ein gutes Leben besteht aus guten Beziehungen. 

Ein gutes Leben besteht aus guten Beziehungen. 

Das Beobachten und Beschreiben ist die eine Sache. Es gibt aber sicher auch Erklärungsmodelle für diesen erstaunlichen Befund, kausale Beziehungen. Kannst du da ein Beispiel nennen?  

Einer der wichtigsten Gründe für diesen starken Faktor Sozialkonkakte ist, dass wir Beziehungswesen sind. Der Normalzustand ist das Zusammensein, das Verbundensein. Dazu schaut man auch gern in die Entwicklungsgeschichte: In Sippen war man Tag und Nacht zusammen. Man geht davon aus, wenn der Kontakt in der Gruppe gut ist, man sich sicher fühlt, dann ist dies ein enorm starker Faktor, der den Stresslevel niedrig hält, bzw. der verhindert, dass man Stress empfindet. Und Stress wiederum ist einer der wichtigsten Hintergründe für Krankheiten – vor allem der dauerhaft hohe Stresslevel. Daneben gibt es auch ganz praktische Gründe: Wenn man Menschen hat, die einem helfen, die einem beistehen, dann fahren die einen auch zum Beispiel bei einem Notfall ins Krankenhaus, etwa nach einem Schlaganfall. Dazwischen ist der ganze Fächer an Gründen: Entlastung durch Gespräche, Rat holen, das Gefühl, andere sind für mich da, wenn etwas Schlimmes passiert. Ein Gefühl von Aufgehobensein lässt uns ein emotional ruhigeres und weniger für Depressionen anfälliges Leben führen. Einsamkeit ist ein Risikofaktor für Depressionen, der Volkskrankheit schlechthin. 

Man geht davon aus, wenn der Kontakt in der Gruppe gut ist, man sich sicher fühlt, dann ist dies ein enorm starker Faktor, der den Stresslevel niedrig hält, bzw. der verhindert, dass man Stress empfindet. Und Stress wiederum ist einer der wichtigsten Hintergründe für Krankheiten – vor allem der dauerhaft hohe Stresslevel.

Nun ist Einsamkeit in unserer Gesellschaft nach fast zwei Jahren Pandemie ein zunehmendes Thema geworden. Viele Ärzt:innen, die naturheilkundlich arbeiten, die ihre Patient:innen ganzheitlich sehen, werden sicher zustimmen, dass sich Einsamkeit negativ auf die Gesundheit auswirkt. Es gibt ja konkrete Zusammenhänge zum Immunsystem. Aber was kann man einsamen Patient:innen konkret raten? Die Diagnose ist klar, aber wie sieht die Therapie aus? 

Wichtig zu wissen ist, dass Einsamkeit etwas ganz anderes ist als soziale Isolation, oder auch als das Alleinsein. Man kann alleine sein, ohne sich einsam zu fühlen und es zum Beispiel genießen, seine Ruhe zu haben. Das kann ein schöner Zustand sein. Man kann sich dabei trotzdem verbunden fühlen und so schadet es nicht. Das Schwierige ist das Einsamkeitsgefühl, das übrigens auch unter Menschen vorhanden sein kann. In der Pandemiesituation entsteht Einsamkeit. Wir kennen die Zahlen: Die Werte von Depressionen, Ängsten und Schlafstörungen sind um das 3- bis 5-fache gestiegen. Das hat natürlich mit dem Einsamkeitsempfinden zu tun. 

Es gibt verschiedene Arten, wie man Einsamkeit lindern kann. Eine Möglichkeit ist es, sich einmal am Tag zu überwinden, zum Beispiel jemanden anzurufen. Und wenn da kein naher Mensch ist, rufe ich trotzdem irgendwo an, vielleicht in einem Geschäft, um mit einer beiläufigen Frage eine Möglichkeit für einen Kontakt zu haben. Eine andere Möglichkeit, die man nicht bagatellisieren sollte, ist zum Beispiel zum Bäcker zu gehen und dort ein bisschen mit der Bäckerin zu reden, oder mit der Kassiererin im Supermarkt. Auch diese kurzen, beiläufigen Kontakte im Alltag können helfen, wieder in Verbindung zu sein. Da gibt es vielleicht eine Resonanz, die Stimmung wird gehoben, es motiviert, mehr zu machen. Das ist ein schöner Weg, wenn die nahen Kontakte nicht da sind. 

Auch den Perfektionismus kann man loslassen und nicht denken, dass man ganz toll wirken muss oder etwas ganz Schlaues sagen muss. Darum geht es nicht, sondern darum, irgendetwas zu sagen. Und da gilt: Wetter geht immer. Und Pandemie geht auch immer, inzwischen die Nummer zwei nach dem Wetter. Zum nicht perfektionistisch sein, gehört auch, sich anzuvertrauen, zum Beispiel um Hilfe zu bitten. Hier sind viele sehr zurückhaltend und das ist wirklich schade – weil: Menschen helfen gerne! Das ganze Prinzip Hilfe ist angelegt in unserem menschlichen Zusammensein, das auf Kooperation und Hilfe basiert. Wir sind aber etwas aus der Übung damit. Grundsätzlich freuen sich Menschen, wenn sie um Hilfe gebeten werden, es muss ja nicht gleich der Riesen-Umzug sein. 

Menschen, die gebeten werden, fühlen, dass sie gebraucht werden und der Selbstwert steigt. Wenn die bittende Person dann noch dankt, ist dies ein weiterer großer Bindungsbooster. 

Auch diese kurzen, beiläufigen Kontakte im Alltag können helfen, wieder in Verbindung zu sein.

Vielen Menschen ist der Wert der Kontakte in der Pandemie mehr als deutlich geworden. Man ist ja im Home-Office schon oft für eine Zoom-Konferenz dankbar. Viele berichten auch über große Motivationsprobleme, wenn sie den ganzen Tag nicht mit Menschen reden. 

Ja, Motivation ist tatsächlich auch etwas, das sehr viel leichter fällt, wenn man etwas zusammen mit anderen Menschen macht. Ein Beispiel ist der Sport. Mehr als Disziplin hilft hier, dass man den Sport mit anderen Menschen zusammen macht. 

Besonders gut gefallen hat mir an deinem Buch, dass du das letzte Kapitel als Übungskapitel gestaltet hast. Du nennst es ja Ein- und Ausatmen: Man atmet das Gelesene ein und dann kommt das Ausatmen, das Reflektieren, Ideen für Verhaltensänderungen entwickeln, die Übernahme in das eigene Leben. Das ist sicher auch für Gesundheitsprofis interessant, weil man die Übungen Menschen empfehlen kann. Kannst du da mal eine Übung exemplarisch beschreiben? 

Gerne. Dieses Buch ist ja ein Sachbuch, kein Ratgeber mit Tipps. Deswegen gibt es im letzten Teil die Übungen gesammelt, sodass man sich dort auf das Integrieren konzentrieren kann. Und grundsätzlich arbeite ich gerne und viel mit dem Schreibdenken, also dem Schreiben als Denk- und Lernwerkzeug. Eine Basis-Übung ist es, seine Beziehungskreise aufzuzeichnen, also seine Sozialkontakte komplett zu notieren, vielleicht auch auf einer Wand mit flexibel positionierbaren Post-its, sodass man das ganze soziale Netz abbildet. Das ist also eine Bestandsaufnahme seiner Kontakte. Es hat viele Effekte. Die nahen Beziehungen sind uns schnell bewusst, aber die größeren Kreise sind oft überraschend, wenn man bemerkt, dass sie vielfältiger und dichter gewebt sind, als man dachte. 

Der innere Kreis besteht aus den nahen Kontakten, bis 5 Personen, dann kommt der nächste Kreis bis 15, dann bis 50 und dann bis 150. Man kann auch weitere Merkmale integrieren und entsprechend kennzeichnen: Aus welchen Bereichen stammen die Kontakte? Privat, beruflich, Familie ... Oder wie stark ist die gegenseitige Hilfe – die nicht unbedingt immer mit der Nähe korreliert. Oder man ordnet ein, wie groß die emotionale Nähe jeweils ist. 

Eine Basis-Übung ist es, seine Beziehungskreise aufzuzeichnen, also seine Sozialkontakte komplett zu notieren.

Das neue Buch soll Anfang November erscheinen. Aber wie ich dich kenne, arbeitest du schon an deinem nächsten Buch ... 

Ach, gerade noch nicht. Natürlich möchte ich bei allen Büchern, dass sie gelesen werden. Bei diesem Buch liegt es mir ganz besonders am Herzen. Das Thema, wie wichtig soziale Beziehungen sind, ist mir enorm wichtig und ich konzentriere mich jetzt darauf, dass es seine Leserinnen und Leser findet. 

Meine Prognose ist, dass es viele Leserinnen findet und dass es auch viele Gesundheitsprofis interessiert, die es mit Gewinn lesen werden. 

Das würde mich sehr glücklich machen, weil es dazu beitragen könnte, dass im Gesundheitsbereich noch ganzheitlicher gedacht wird. Dass eben nicht nur überwiegend Körperliches in der Anamnese erhoben wird, sondern auch, wie sozial eingebunden ein Mensch ist. 

Liebe Ulrike, ich danke dir für das gute Gespräch und wünsche dir viel Erfolg. 

Vielen Dank. Es war für mich eine große Freude, über das Thema zu reden, mit dir darüber zu reden. 

Ulrike Scheuermann

Diplom-Psychologin und Sachbuchautorin. 

www.ulrike-scheuermann.de 

Ulrike Scheuermann. Freunde machen gesund. Knaur Balance. 
Gebundene Ausgabe: Erscheinungstermin 2. November 2021.

 

Urheberrecht: Christian Hesselmann
Das könnte Sie auch interessieren

Alle im Rahmen dieses Internet-Angebots veröffentlichten Artikel sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch Übersetzungen und Zweitveröffentlichungen, vorbehalten. Jegliche Vervielfältigung, Verlinkung oder Weiterverbreitung in jedem Medium als Ganzes oder in Teilen bedarf der schriftlichen Zustimmung des Verlags.

x