Gesellschaftsforschung | Naturmedizin 6/2019

Soziale Beziehungen werden gebraucht

Soziale Beziehungen prägen von klein auf ein Leben lang. In einer immer schneller und größer werdenden Gesellschaft wird das soziale Umfeld, die Familie, Lebensgemeinschaften, Freunde, immer wichtiger, auch für die Gesundheit und vor allem das psychische Wohlbefinden.
Die Forschung weiß bereits um die Kraft dieser Bindungen: Positive Beziehungen, die Qualität der familiären Verbundenheit und Interaktionen wie Liebe, Unterstützung und Fürsorge gelten als starke protektive Faktoren gegen krankmachende Stressoren (Thomas PA et al. Innov Aging 2017; 1: igx025). Wie steht es aktuell um unsere sozialen Beziehungen, wie unterstützen sie uns? Die Weleda Trendforschung 2019 ist dem auf den Grund gegangen und hat darüber hinaus von über 1.000 Bundesbürgern wissen wollen, wie sie Familie heute wahrnehmen. Aktuelle Entwicklungen wie gesteigertes Naturbewusstsein, Streben nach einem ausgewogenen Verhältnis von Arbeit und Freizeit oder der Wunsch nach Sinnhaftigkeit könnten vermuten lassen, dass auch Familie und Verbundenheit wieder in den Fokus rücken. Aber: Eine Mehrheit von 60 % widerspricht dem. Sie meint, dass die Bedeutung der Familie und engen sozialen Bindungen in den letzten Jahren etwas bis stark abgenommen hat. Darüber hinaus finden 73 % der Deutschen, dass die Menschen heutzutage egoistischer sind. Parallel verlieren familiäre Werte an Bedeutung. Denn 72 % der Deutschen meinen, dass Sicherheit, Geborgenheit und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft etwas oder sogar stark abgenommen haben. Dieser Meinung sind auch 68 % derjenigen mit Kindern im Haushalt und sogar 76 % derjenigen, die in einem Mehrgenerationenhaushalt leben.
Quelle: Weleda Trendforschung 2019, Pressekonferenz am 24.10.2019, München, Veranstalter Weleda AG

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