Versuch an Ratten | Naturmedizin 3/2019

Schleim aus Bockshornklee gegen rheumatoide Arthritis?

Rheumatische Nager, die einen Schleim aus Bockshornklee erhielten, zeigten einen Rückgang der entzündlichen Marker und Symptome. Bockshornklee scheint ein antiarthritisches Potenzial zu haben, das ihn für die Therapie beim Menschen interessant macht.
Die rheumatoide Arthritis (RA) betrifft ca. 1 % der Weltbevölkerung und geht mit hohem Leidensdruck, Gelenkzerstörung und Einschränkungen des täglichen Lebens einher. Die konventionelle Therapie mit Biologika u. a. entwickelt sich immer weiter, ist aber mit teils erheblichen Nebenwirkungen behaftet. Patienten wünschen sich häufig naturheilkundliche Alternativen. Die Samen von Trigonella foenum graecum L. (Bockshornklee) wurden nun in einem Tierversuch zu Schleim verarbeitet und an Tieren mit induzierter RA getestet. 21 Tage erhielten die Nager den Schleim, zu Beginn, an Tag 7, 14 und 21 wurden die Ödeme der Pfoten gemessen Blutproben und Gewebe genommen. Verglichen wurde die Therapie mit einer Gruppe Ratten, die Indomethacin bekam, und einer Kontrollgruppe, die nichts bekam.
Das Pfotenödem wurde durch eine Dosis von 75 mg/kg am stärksten gehemmt. Der Bockshornkleeschleim konnte die Konzentration entzündlicher Enzyme und Mediatoren deutlich senken und war wirksamer als das Indomethacin. Humanstudien sollten folgen.
Quelle: Sindhu S et al.: Evaluation of anti-arthritic potential of Trigonella foenum graecum L. (Fenugreek) ... , 138: 48-53. doi: 10.1016/j. prostaglandins.2018.08.002

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