Wirkung im Tierversuch | Naturmedizin 2/2019

Samen von Vitex negundo wirksam bei polyzystischem Ovarialsyndrom?

Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS: polycystic ovary syndrome) ist eine der häufigsten Störungen des endokrinen Symstems von Frauen im fruchtbaren Alter. In einer indischen Studie zeigte sich nun, dass die Samen der traditionell verwendeten Arznei Vitex negundo therapeutisch therapeutische hilfreich sein könnten.

Vitex negundo gehört wie Vitex agnus castus (Mönchspfeffer) zur Gattung der Vitex in der Familie der Lippenblütler. Vitex negundo hat ein breites Wirkspektrum. So wurden in Studien schon antiphlogistische, schmerzstillende, antioxidative, antivirale und antimykotische Wirkungen festgestellt. Aber auch bei gynäkologischen Erkrankungen wird die Heilpflanze in der traditionellen indischen Heilkunde eingesetzt. Da auch schon Studien vorlagen, die eine antiandrogene Wirkung der Droge zeigten sowie Arbeiten, die zeigten, dass Vitex negundo (VN) die Insulinresistenz verbessern kann, machten indische Wissenschaftler nun einen Tierversuch zur Frage, ob das Phytopharmakon eine Wirkung bei PCOS haben könnte.
Sie testeten einen wässrigen und einen alkoholischen Extrakt aus den Samen bei Ratten mit durch Letrozol induziertem PCOS. Bei den Ratten, die mit den VN-Extrakten behandelt wurden, besserten sich die Zyklusunregelmäßigkeiten, das Körpergewicht und das Gewicht der Eierstöcke verringerte sich und die Insulinspiegel besserten sich. Die festgestellten Effekte rechtfertigten weitere Studien, so die Autoren.

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