Berufsbedingtes Burn-out | Neuro-Depesche 6/2019

Professionelles Coaching hilft Ärztinnen und Ärzten

Die Prävalenz von Burn-out-Symptomen bei Ärztinnen und Ärzten ist hoch. In den USA leiden Angehörige dieser Berufsgruppe im Vergleich mit den übrigen Arbeitnehmern fast doppelt so häufig an einem Burnout. Betroffene sollten sich nicht scheuen, Hilfe in Anspruch zu nehmen, denn professionelles Coaching wirkt.
Der Arztberuf ist anspruchsvoll und erfordert u. a. eine hohe Resilienz. Sind die individuel len Grenzen einmal überschritten und nehmen die überfordernden Situationen nicht ab, rutschen viele Ärztinnen und Ärzte in die emotionale Erschöpfung bis hin zum Vollbild eines Burn-out.
Dies hat weitreichende negative Folgen, einschließlich der Verschlechterung der Qualität und Sicherheit der ärztlichen Behandlung, Ineffizienz der Arbeitsprozesse, als unerträglich empfundener Arbeitsstress, schlechtes Führungsverhalten und schließlich der Verlust von Autonomie und Kontrolle. Um dieser Abwärtsspirale zu entkommen, sollten sich Ärzte rechtzeitig Hilfe suchen.
In einer aktuellen Studie mit 48 Ärztinnen und 40 Ärzten konnte nachgewiesen werden, dass eine Coachingsitzung pro Monat über sechs Monate zu einer signifikanten Reduzierung von Burnout führte und messbare Qualitätsverbesserungen der Belastbarkeit, Arbeitszufriedenheit und dem Engagement im Beruf bewirkte.
Quelle: Dyrbyw LN et al.: Effect of a professional coaching intervention on the ... JAMA Intern Med. 2019; doi: 10.1001/jamainternmed. 2019.2425

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