Hypothese

Naturmedizin 4/2021

Integrative Medizin und Plastische Chirurgie: Eine Synergie?!

Die integrative Medizin konzentriert sich auf den Menschen als Ganzes - auf Körper, Geist und Seele -, um eine optimale Gesundheit und Heilung zu erreichen. Als Synthese konventioneller und komplementärer Behandlungsmöglichkeiten kombiniert die integrative Medizin den pathologischen mit dem salutogenetischen Therapieansatz. Ein aktueller Artikel stellt eine Hypothese über den Einsatz in der Plastischen Chirurgie auf.

Ein großer Teil der täglichen Arbeit in den chirurgischen Abteilungen betrifft chronische Wunden. Die Risikofaktoren für solche Wunden sind vielfältig, systemische wie Adiopositas, Gefäßkrankheiten, Diabetes Mellitus, Krebs, Immunsuppression und individuelle Verhaltensweisen (z. B. Rauchen), ebenso wie lokale Risikofaktoren z. B. Neuropathie, lokaler Druck, wiederholtes Trauma oder Strahlung. Gesunde Verhaltensweisen wirken sich auf viele dieser Punkte positiv aus.
In der anthroposophischen integrativen Onkologie ist es schon ein etabliertes Konzept, z. B. eine Misteltherapie (Viscum Album L., VA) begleitend zur antineoplastischen Therapie anzusetzen, auch um die Verträglichkeit zu verbessern. Das Feld der komplementären Therapie ist mit dem Einsatz von natürlichen Heilmitteln bereits in der Plastischen Chirurgie präsent: z. B. Arnica Montana, Zwiebelextrakt, Vitamin-E-Produkte und Steinklee (Melitolus). Außerdem haben Mind- und Bodypraktiken wie Hypnose und Meditation postoperativ positive Wirkungen bei den Patient:innen.
Die Autor:innen versuchen daher, die Patient:innen in dieser Hinsicht zu unterstützen, um ihnen einen Impuls zu geben oder sie mit einem ganzheitlichen Angebot zu unterstützen.
Quelle: Megas IF et al.: Integrative medicine and plastic surgery: A synergy-not an antonym.
Medicina (Kaunas). 2021 Apr 1;57 (4): 326. doi: 10.3390/medicina57040326. PMID: 33915729; PMCID: PMC8066838.
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