Pfiffige Eierschwammerl | Naturmedizin 0/2018

Extrakte aus Pfifferling wirksam gegen Helicobacter pylori

Cantharellus cibarius ist nicht nur lecker, sondern enthält auch Wirkstoffe von medizinischem Interesse. Extrakte aus dem Speisepilz zeigen sich wirksam gegen resistente Helicobater pylori-Stämme.
Für die Studie wurden zehn H. pylori-Stämme mit Resistenzen gegen Metronidazol und/oder Clarithromycin verwendet. Alle
Extrakte aus Pfifferling, aber besonders einer aus Methanol, zeigten eine sehr starke antibakterielle Wirkung gegen H. pylori.
Dies liegt vor allem an den enthaltenen b-Glucanen, Polyphenolen, Polysacchariden und vermutlich auch an den mehrfach
ungesättigten Fettsäuren und dem hohen Selengehalt im Pfifferling. Auch wurde getestet, wie die Extrakte des Pilzes auf Magenkarzinomzellen wirken. Hier hatte der Methanol-Extrakt nur eine geringe antiproliferative Wirkung, könnte aber bei Umkehraktivitäten der Resistenz gegen Krebsmedikamente in Krebszellen sehr nützlich sein. Die Autoren der Studie stellten auch einen ACE-hemmenden Effekt wässriger Pfifferling-Extrakte fest. Pfifferlinge enthalten große Mengen Kalium und nur sehr geringe Mengen Natrium. Die Verwendung der Pilze in einer antihypertensiven Diät könnte also sinnvoll sein. Dafür sollten die Pfifferlinge freilich nicht in fetter Sahnesoße mit Speck schwimmen.
Quelle: Kolundžic M et al.: Cytotoxic and antimicrobial activities of aantharellus cibarius Fr. (Cantarellaceae). J Med Food 2017; 20(8): 790-96

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