Zündfunke für die Abwehr | Apotheken-Depesche 3/2004

Die Immunkräfte mit Phytotherapeutika stärken

Zur Anregung der körpereigenen Abwehrkräfte sind pflanzliche Immunmodulatoren hilfreich. Ob die unspezifische Immuntherapie funktioniert, hängt vom Zeitpunkt der Anwendung, dem Stadium des Infektes, der Dosierung und der Applikationsart ab. Erfolg versprechen in der Vorbeugung eine kurmäßige Anwendung und bei akuten Infekten die anfängliche Stoßbehandlung, gefolgt von einer Intervalltherapie.

Apotheker

: Guten Tag, Frau Meier, was kann ich für Sie tun?

Kundin

: Für mich wenig, aber vielleicht für unseren Kleinen hier, vier Jahre ist er alt. Alle vier, fünf Wochen schnieft und hustet er, auch im Sommer. Ist das noch normal? Gerade geht es schon wieder los ...

Apotheker

: Was für uns Erwachsene krankhaft wäre, kann beim Nachwuchs noch ganz normal sein. Ein Kleinkind macht locker zwölfmal im Jahr eine Erkältung durch, das liegt im Rahmen. Die Frage ist, ob die Infekte schwer verlaufen, ob Komplikationen hinzukommen, ob sich das Kind erholt und normal gedeiht?

Kundin

: Im Winter hatte ich den Eindruck, dass bei Urs kaum Land in Sicht ist zwischen den Erkältungswellen. Und dann kamen zwei, dreimal noch die Nebenhöhlen dazu ...

Apotheker

: Soviel ich weiß, hat Ihr Sohn keine chronische Erkrankung und bekommt nicht regelmäßig Arzneimittel? Er hatte auch keine Verletzungen oder eine Operation?

Kundin

: Nichts dergleichen, das würde noch fehlen!

Apotheker

: Wenn Ihr Kind sich leicht und scheinbar grundlos Infekte einfängt, müss-ten wir überlegen, wie wir sein Immunsystem stärken können. Denn eine Infektion ist immer das Ergebnis eines Ungleichgewichts zwischen der Aggressivität eindringender Erreger und der Stärke unserer Abwehrkräfte. Wir können unser Immunsys-tem trainieren - mit Abhärtung, gesunder Kost und gesunder Lebensweise. Hat das Kind z. B. viel Bewegung an frischer Luft?

Kundin

: Bei schlechtem Wetter geht er ungern raus. Ich habe erreicht, dass er wechselwarmes Duschen akzeptiert, weil für die Sauna ist er noch zu klein ...

Apotheker

: Richtig. Ich gebe Ihnen hier ein Merkblatt mit Maßnahmen, die eine Art Fitnessprogramm für die Immunabwehr darstellen.

Kundin

: Gut. Ich habe gelesen, dass hier auch pflanzliche Mittel helfen können?

Apotheker

: Es finden sich Pflanzen in der Natur, die unsere Abwehrkräfte auf Trab bringen. Ein entsprechendes Fertigpräparat halte ich bei Urs für angebracht. Sofern er nicht fiebert, geben Sie ihm diese Tabletten. Sie enthalten einen Wirkstoffkomplex aus den Pflanzen Wilder Indigo, Lebensbaum und Sonnenhut, der das Immunsystem stimuliert und stabilisiert.

Kundin

: Tabletten für ein Kind?

Apotheker

: Dieses Mittel wirkt wie ein Zündfünke für die Abwehrkräfte. Die Tabletten können gelutscht werden und schmecken gut, so dass sie von Kindern gerne genommen werden. Außerdem gibt es für diese Präparate eine spezielle Kinderdosierung. Urs ist vier Jahre, er sollte dreimal täglich ein bis zwei Tabletten lutschen. Die Wirkstoffe werden direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen.

Kundin

: Und wenn er trotzdem fiebert?

Apotheker

: Wenn Ihr Kind fiebert, stellen Sie die Immunstimulanzien beiseite. Im fieberhaften Stadium ist das Immun-system hochaktiv. Der Abwehrmotor läuft auf Hochtouren, weitere Anregung durch Medikamente bringt ihn eher ins Stottern, und die Aktivität der Immunabwehr geht zurück.

Kundin

: Und wie lange soll er das Mittel nehmen?

Apotheker

: Etwa eine Woche lang, danach legen Sie eine Behandlungspause von vier, fünf Tagen ein. Eine solche Intervallbehandlung ist effektiver als eine durchgehende Anwendung. Und hier noch ein praktischer Tipp: Waschen Sie sich und dem Kind jetzt häufig die Hände. Das verringert sehr effektiv die Übertragung von Erregern. (RS)

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