Stillen und kindliche Darmflora | Naturmedizin 2/2018

Bakterien von Areola und Muttermilch beeinflussen Darmmikrobiom

Die Darmflora von gestillten Kindern unterscheidet sich von der nicht gestillter Kinder – auch später im Erwachsenenalter. Muttermilch enthält diverse Bakterienpopulationen, auch Areola und Brustwarze sind bakteriell besiedelt.
Das alles ist bekannt. Aber noch ist wenig über die Übertragung dieser Bakterien auf das kindliche Darmmikrobiom durch das Stillen bekannt. Nun führten Pannaraj et al. eine zwölfmonatige, prospektive, longitudinale Studie mit 107 gesunden Mutter-Kind-Paaren durch. Die bakterielle Zusammensetzung der Muttermilch, der mütterlichen Areola und des kindlichen Stuhls wurde durch Sequenzierung des 16S-ribosomalen RNA-Gens identifiziert. Die untersuchten Bakterienverbände waren alle verschieden in Zusammensetzung und Vielfalt. Doch die kindliche Darmmikrobiota zeigte enge Verbindungen mit den Bakterien der Brustmilch und der Areola der eigenen Mutter im Vergleich zu denen anderer Mütter. Säuglinge, die die ersten 30 Lebens- tage gestillt wurden, erhielten im Mittelwert 27,7 % ihrer Darmbakterien aus der Muttermilch und 10,3 % von areoler Haut. Auch nach Einführung fester Nahrung zeigten sich diese Assoziationen bei weiter gestillten Kindern.
Quelle: Pannaraj PS et al.: Association between breast milk bacterial communities ... JAMA Pediatr. 2017; doi:10.1001/jamapediatrics. 2017.0378
ICD-Codes: K63.8,O91.0

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