Proinflammatorische Zytokinexpression | Naturmedizin 3/2019

Zellulären Mechanismen der Frozen Shoulder auf der Spur

In einer aktuellen Studie, veröffentlicht im renommierten Fachmagazin PLOS ONE, konnte erstmals gezeigt werden, dass in der Schultergelenkkapsel von Frozen-Shoulder-Patienten Fibroblasten überaktiv sind. Es wurden deutlich mehr Aktivierungsmarker gefunden. Die Studie ist ein wichtiger Schritt, um die Erkrankung besser zu verstehen.
Die Frozen Shoulder ist eine belastende und schmerzhafte Erkrankung multifaktorieller Genese. Trotz einer Prävalenz von zwei bis fünf Prozent und bekannten Risikofaktoren wie Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen und Autoimmunerkrankungen besteht weiterhin ein erheblicher Mangel an Verständnis für die zugrunde liegenden molekularen Mechanismen. Nicht nur chronisch Kranke, sondern auch Freizeitsportler können von einer Frozen Shoulder betroffen sein.
Jüngere Studien zeigten, dass eine veränderte Expression von Immunzellen und Entzündungsmediatoren bei Frozen-Shoulder-Patienten vorliegt, außerdem konnten fibroseassoziierte Zytokine nachgewiesen werden. Fibroblasten können einen aktivierten Phänotyp annehmen und so die Entzündung auslösen. In Gewebeproben von Frozen-Shoulder-Patienten wiesen die Wissenschaftler außerdem im Vergleich mit nicht betroffenen Schulterkapselgeweben signifikant erhöhte Fibroblastenaktivierungsmarker nach.
Quelle: Akbar M et al.: Fibroblast activation and inflammation in frozen shoulder. PLoS One 2019. 23; 14(4): e0215301

Alle im Rahmen dieses Internet-Angebots veröffentlichten Artikel sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch Übersetzungen und Zweitveröffentlichungen, vorbehalten. Jegliche Vervielfältigung, Verlinkung oder Weiterverbreitung in jedem Medium als Ganzes oder in Teilen bedarf der schriftlichen Zustimmung des Verlags.

Ihr Zugang zu exklusiven Inhalten für Fachkreise

Login für Fachkreise

Neu registrieren

Passwort vergessen?