Zuckerhaltige Getränke | Naturmedizin 5/2019

Wenig Aufklärung

Ob und wie Ärzte ihre Patienten über Softdrinks aufklären, untersuchten amerikanische Wissenschaftler in einer aktuellen Studie. Die Autoren stellten fest, dass Ärzte, die selbst gern süß trinken, weniger Aufklärungsarbeit betreiben als Kollegen, die zuckerfreie Getränke konsumieren.
Insgesamt 1.510 US-amerikanische Ärzte wurden in eine Befragung zur Beratung über gesundheitliche Risiken durch zuckerhaltige Getränke aufgenommen. Fast alle Ärzte (98,5 %) gaben an, ihre Patienten zu den gesundheitlichen Nachteilen des Konsums von Softdrinks, Fruchtsäften & Co. zu beraten. Dabei wurde am häufigsten das Thema Adipositas bzw. Gewichtszunahme (81,4 %) angesprochen. Kinderärzte berieten ihre kleinen Patienten und deren Eltern häufiger zu dem Thema als Ärzte, die ausschließlich Erwachsene behandelten. Mediziner in Krankenhäusern betrieben weniger Beratungsarbeit als die Kollegen in eigener Praxis.
Nicht nur, wo und mit welchen Patienten Ärzte arbeiten, beeinflusst das Beratungsverhalten. Auch die persönlichen Vorlieben spielen eine Rolle. Ärzte, die selbst regelmäßig Süßes trinken, beraten ihre Patienten weniger zu den gesundheitlichen Risiken durch Softdrinks.
Quelle: VanFrank BK et al.: Physician ... Am J Health Promot. 2018; 32(6):1365-74

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