Cochrane-Review

Naturmedizin 6/2020

Vitamine und Mineralien bei Subfertilität von Frauen

Nicht schwanger werden trotz starkem Wunsch: Diese Zeit kann sehr stressig sein für ungewollt Kinderlose. Viele Frauen nehmen zur Unterstützung Nahrungsergänzungsmittel ein und hof fen auf eine bessere Fruchtbarkeit. Es ist wichtig, dass Paare hochwertige Informationen darüber erhalten, ob die Einnahme, beispielsweise eines zusätzlichen Antioxidans, während einer Fruchtbarkeitsbehandlung ihre Chancen verbessert oder gar nachteilige Wirkungen haben kann.
Ziel des Reviews war es, zu bewerten, ob Nahrungsergänzungsmittel mit oralen Antioxidantien die Chancen einer subfertilen Frau erhöhen, schwanger zu werden und ein Baby zu bekommen. Die Überprüfung umfasste 63 randomisierte kontrollierte Studien, in denen Antioxidantien mit Placebo oder keiner Behandlung / Standardbehandlung oder mit einem anderen Antioxidans bei insgesamt 7.760 Frauen verglichen werden. Die Autoren sind sich nach Abschluss der Analyse nicht sicher, ob die Verwendung bleiben sie bei gesunden Neunzig- und Hundertjährigen erhalten. Pflanzen- und Pilzprodukte sind die wichtigsten Quellen für Spermidin. Vollkornprodukte, Gemüse und Hülsenfrüchte gehören zu den spermidinhaltigsten Lebensmittelkategorien. Beispiele für besonders spermidinreiche Lebensmittel sind Weizenkeime (0,35 mg / g); Sojabohnen (0,070–0,180 mg / g); bestimmte Pilze von Antioxidantien die Rate der Lebendgeburten erhöhen kann, da die Qualität der Studien nicht hoch genug war. Basierend auf ihren Ergebnissen würden sie erwarten, dass von 100 subfertilen Frauen, die keine Antioxidantien einnehmen, 20 ein Baby bekommen, verglichen mit 24 bis 36 Frauen pro 100, die ein Baby bekommen würden, wenn sie Antioxidantien einnehmen. Geringe Evidenz deutet darauf hin, dass Antioxidantien mit einer erhöhten Schwangerschaftsrate verbunden sein können. Über Nebenwirkungen wurde insgesamt nur unzureichend berichtet, aber die Verwendung von Antioxidantien schien nicht zu mehr Fehlgeburten, Mehrlingsgeburten, Verdauungsproblemen oder Eileiterschwangerschaften zu führen.
Quelle: Showell MG et al.: Antioxidants for female subfertility. 2020. Cochrane Database of Systematic Reviews 2020, Issue 8. Art. No.: CD007807. doi: 10.1002/14651858.CD007807.pub4.
Das könnte Sie auch interessieren

Alle im Rahmen dieses Internet-Angebots veröffentlichten Artikel sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch Übersetzungen und Zweitveröffentlichungen, vorbehalten. Jegliche Vervielfältigung, Verlinkung oder Weiterverbreitung in jedem Medium als Ganzes oder in Teilen bedarf der schriftlichen Zustimmung des Verlags.

x