Nicht unterschätzen | Praxis-Depesche 24/2000

Todesursache Luftverschmutzung

Luftverschmutzung ist für zahllose Erkrankungen und etliche Todesfälle in Europa verantwortlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine österreichisch-schweizerisch-französische Studie.

Um den Einfluss der Luftverschmutzung (gesamt und Anteil des Straßenverkehrs) auf Mortalität und Krankheitsfälle (z. B. Inzidenz der chronischen Bronchitis, stationäre Einweisungen wegen kardiovaskulärer oder respiratorischer Probleme, Bronchitis-Episoden bei Kindern, Tage mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit) abschätzen zu können, wurden epidemiologische Daten mit Messdaten zur Luftverschmutzung (Teilchenkonzentration) in Beziehung gesetzt. Die statistische Analyse ergab, dass in den Studienländern 6% der Todesfälle (über 40 000 Todesfälle pro Jahr) durch Luftverschmutzung bedingt sind. Mehr als 50% davon gehen auf das Konto der durch den Verkehr bedingten Luftverschmutzung. Dasselbe gilt für über 25 000 jährliche neue Fälle chronischer Bronchitis, für über 290 000 Bronchitis-Episoden bei Kindern, für über eine halbe Million Asthmaanfälle und mehr als 16 Millionen Tage eingeschränkter Leistungsfähigkeit.

Quelle: Künzli, N: Public-health impact of outdoor and traffic-related air pollution: a European assessment, Zeitschrift: THE LANCET, Ausgabe 356 (2000), Seiten: 795-801

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