Leitfaden für Ernährungsgesundheit | Naturmedizin 6/2019

Tipps für eine gesunde Familienmahlzeit

In der Fachzeitschrift Health Psychology sind nun neue Ergebnisse einer Studie von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und der Universität Mannheim erschienen. Die Ergebnisse können Eltern und Erziehungsberechtigten als Leitfaden dienen, um die Ernährungsgesundheit ihrer Kinder zu fördern.
Häufige Familienmahlzeiten sind gut für eine gesunde Ernährung von Kindern. So konnten das Team des Max-Planck-Instituts bereits in der Vergangenheit zeigen, dass Kinder, in deren Familien häufiger zusammen gegessen wird, einen geringeren Body- Mass-Index (BMI) haben und sich insgesamt gesünder ernähren.
 
Verschiedene Faktoren machen gemeinsames Essen wertvoll
Ungeklärt war jedoch bislang, was Familienmahlzeiten so besonders für die kindliche Ernährung macht. „Familienmahlzeiten führen nicht per se zu einem besseren Essverhalten. Soziale, psychologische und Verhaltensaspekte spielen eine wichtige Rolle“, sagt Erstautorin Mattea Dallacker. Die Meta-Analyse untersuchte insgesamt 50 Studien mit über 29.000 Teilnehmern aus aller Welt, die sich mit dem Zusammenhang einer oder mehrerer Komponenten von Familienmahlzeiten und der Ernährungsgesundheit von Kindern beschäftigen.
Als Indikatoren für die Ernährungsgesundheit wurden der BMI als indirektes Maß für Körperfett und Übergewicht sowie die Ernährungsqualität herangezogen, gemessen an den pro Tag konsumierten Portionen an gesunden und ungesunden Lebensmitteln. Die Ergebnisse der Meta- Analyse machen deutlich: Eine gute Atmosphäre bei den Mahlzeiten zählt ebenso dazu wie gesunde Lebensmittel.
Auch ernähren sich diejenigen Kinder gesünder, die bei der Zubereitung der Mahlzeiten mit einbezogen werden oder deren Eltern durch ihr eigenes Ernährungsverhalten mit gutem Beispiel vorangehen.
Darüber hinaus sind die Dauer der Mahlzeit sowie das Ausschalten des Fernsehers weitere wichtige Komponenten. „Wie eine Familie gemeinsam isst, ist genauso wichtig oder sogar wichtiger als die Häufigkeit der gemeinsamen Mahlzeiten“, kommentiert Co-Autor Ralph Hertwig die Ergebnisse. Das Alter der Kinder – ob Kleinkind oder bereits Heranwachsende – sowie der soziale und ökonomische Hintergrund der Familie hatten keinen Einfluss auf die Ergebnisse.
Quelle: Max-Planck-Institut für Bildungsforschung unter https://bit.ly/34s2DjJ

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