Diabetes und kardiovaskuläre Erkrankungen | Naturmedizin 1/2019

Subklinische Hypothyreose als Risiko?

Einer subklinischen Hypothyreose wird, wenn sie denn erkannt wird, meist nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei könnte sie einen entscheidenden Einfluss auf Risikofaktoren von Diabetes und kardiovaskulären Erkrankungen haben.

Assoziationen zwischen dem Homocysteinspiegel , Schilddrüsenfunktionsstörungen und kardiovaskulären Risikofaktoren sind schon aus vorangegangenen Studien bekannt. Auch der Zusammenhang von Hypothyreose und metabolischem Syndrom sowie Insulinresistenz wurde schon untersucht.
Um zu eruieren, ob es Unterschiede bei den Markern Seruminsulin, Insulinresistenz (HOM IR), Triglyceride, Glucose, Gesamtcholesterin, LDL- und HDL-Cholesterin sowie Homocystein zwischen schilddrüsengesunden Menschen und Menschen mit subklinischer Hypothyreose gibt, führten iranische Wissenschaftler eine kleine Studie durch. Dazu verglichen sie die Blutwerte von 74 Patientinnen und Patienten mit leicht erhöhten TSH-Werten und normalen T3- und T4-Spiegeln mit denen einer gleich großen Kontrollgruppe, deren Teilnehmer unauffällige Schilddrüsenwerte aufwiesen.
Die Ergebnisse sollten Anlass für weitere Forschungen sein: Bei den Teilnehmern mit subklinischer Hypothyreose waren die Serumspiegel von Homocystein, Insulin, HOM RI, LDL-Cholesterin und Gesamtcholesterin im Vergleich mit der Kontrollgruppe signifikant erhöht.
Quelle:

Ebrahimpour A et al.: Direct correlation between serum homocystein level ... Diabetes Metab Syndr. 2018; (6): 863-67.

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