Intervention reduziert Depression und Fatigue | Naturmedizin 1/2019

Pilotstudie zur „positiven Psychotherapie“

Die „positive Psychotherapie“ will die Häufigkeit und Intensität positiver emotionaler Erfahrungen fördern. In einem „Short report“ berichten US-Mediziner jetzt über die Ergebnisse einer Gruppentherapie-Pilotstudie bei MS-Patienten.

Eingeübt werden bei der positiven Psychotherapie u. a. Dankbarkeit für positive Ereignisse, Vergegenwärtigung persönlicher Stärken und der bewusste Genuss positiver Aktivitäten. In der kleinen Studie wurden primär die Machbarkeit und Akzeptanz dieses Ansatzes, aber auch diverse patient-reported outcome measures (PROM) geprüft. Alle elf MS-Patienten (medianer EDSS 2) durchliefen die gesamte fünfwöchige Studie, 82% absolvierten dabei vier oder mehr der wöchentlichen 45- bis 60-minütigen Gruppentherapiesitzungen. Danach ergab sich eine jeweils signifikante Verringerung der Fatigue nach dem „Vitalitäts“-Score es SF36 und der Depression nach CES-D. Allerdings kam es in den PROM − positiver/ negativer Affekt (PANAS), Optimismus (LOT-R), Angst (STAI), Kognition (SDMT) und Lebensqualität (SF-36) − wider Erwarten zu keinen signifikanten Veränderungen.

Quelle:

Leclaire K et al.: Short report: a pilot study ... Int J MS Care 2018; 20(3): 136-41

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