Gewichtsreduktion | Naturmedizin 5/2019

Negative Kalorien gibt es nicht

Ein Abnehmtipp, den man häufiger hört, lautet, Lebensmittel mit „negativen Kalorien“ in die Ernährung zu integrieren. Ein Tierversuch zeigt nun: So etwas wie negative Kalorien gibt es nicht. Ganz falsch ist der Ratschlag aber trotzdem nicht.
Mit „negativen Kalorien“ sind Lebensmittel gemeint, deren Verdauung mehr Energie verbraucht, als sie dem Körper zuführen. Es entsteht also ein Energiedefizit. Lebensmittel, die in diese Kategorie fallen, zeichnen sich durch einen hohen Wasser- und Ballaststoffgehalt und wenig Fett aus. In einem Tierversuch ging man dem Wahrheitsgehalt dieser Theorie nun auf den Grund.
Hierzu fütterte man Bartagamen mit Sellerie. Sellerie gilt als Topreiter auf der Liste der Lebensmittel mit negativer Kalorienbilanz, da das Gemüse kaum Kalorien, dafür aber reichlich Ballaststoffe enthält. Im Schnitt verloren die Reptilien 29 bzw. 14 % der Energie der Selleriemahlzeit durch Fäkalien bzw. Urat und weitere 33 % durch die spezifische dynamische Wirkung des Gemüses (specific dynamic action, SDA). Damit ergab sich ein Nettogewinn von 24 % der aus der Mahlzeit gewonnenen Energie, also keine negative Kalorienbilanz. Trotzdem bleiben ballaststoffreiche und niedrigkalorische Lebensmittel eine gute Wahl, um über den Tag ein Energiedefizit und damit eine Gewichtsabnahme zu erreichen.

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