Fallbeispiel

Naturmedizin 1/2020

Komplementäre Behandlung der Hashimoto-Thyreoiditis

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist ein komplexes Krankheitsgeschehen, das offiziell als nicht kausal therapierbar gilt. Mit komplementärmediziinschen Maßnahmen kann man aber durchaus Erfolge erzielen. Dr. med. Dorothea Zeise-Süss schildert hier einen Fall aus ihrer Praxis.
Eine 38-jährige Patientin (verheiratet, zwei Kinder, halbtags tätig als MfA) leidet seit zwei Jahren an unregelmäßigen Erschöpfungszuständen, Schlafstörungen, einer Menstruationsstörung, Übergewicht trotz moderater Ernährung, Schmerzen im gesamten Skelettbereich und häufigen Migräneattacken. Die Diagnose Morbus Hashimoto wurde gestellt. Die Laborwerte TSH, fT3 und fT4 waren sehr schwankend von TSH 0,01 bis TSH 11,7, und das in einem Zeitraum von sechs Wochen.
 

Therapie

Neben einer Nahrungsumstellung auf basische Kost kam bei der Patientin zusätzlich eine Nahrungsergänzung mit Vitamin-B-Komplex, Vitamin C, Zink und Q10 zum Einsatz. Zink wird empfohlen in Form von Zinkorotat oder Zinkgluconat, ich zwischen 15 und 30 mg/Tag.
Nach Laborkontrolle wurde eine Entgiftung in Tropfenform mit dem Phoenix®-Programm durchgeführt. Für Leber, Nieren und Lymphe gibt es jeweils einzelne Tropfen. Jede Sorte wird jeweils drei Tage eingenommen (3x20 Tr., dann wird gewechselt). Dazu täglich Urtica arsenicum spag.® (ebenfalls Phönix), um Toxine aus dem Fettgewebe, Nerven- und Bindegewebe herauszulösen, ebenfalls 3x20 Tropfen, und einmal täglich abends ein Leberwickel für 20 Minuten aufgelegt. Akupunktiert wurden die ZS-Punkte im Bereich der Schädelakupunktur nach Yamamoto (siehe Grafik), anfangs zweimal, nach zwei Wochen einmal pro Woche. 
 
Therapieergebnisse
Nach zwei Wochen berichtete die Patientin über einen verbesserten Nachtschlaf, das Gewicht war rückläufig, das Allgemeinbefinden besser. Sämtliche Symptome verschwanden innerhalb von acht Wochen. Die Laborwerte stabilisierten sich bei TSH um 2,7.
Vierteljährliche Laborkontrollen erbrachten einen stabilen Befund, sonografisch waren keine neuen Entzündungen nachweisbar. Innerhalb eines Jahres normalisierte sich das Gewicht und blieb stabil. Der direkte laborchemische Nachweis der Wirkung von Akupunktur der ZS-Punkte gelang bisher bei den Markern für Schilddrüsenhormonen, Östrogen und Prolactin.
So sind durch Akupunktur dieses wohl eigenen Somatotops im Bereich der Schädelakupunktur nach Yamamoto die Hormone der Hypophyse direkt zu beeinflussen.
Mehrere Studien zu Morbus Parkinson, klimakterischen Beschwerden und Hyperprolactinämie bei unerfülltem Kinderwunsch sind durchgeführt worden, die dieses Ergebnis erhärten.
 
Autorin
Dr. med. Dorothea Zeise-Süss
ICD-Codes: E06.3
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