Pollenflug und Heuschnupfen | Apotheken-Depesche 1/2019

Homöopathie bei allergischer Rhinitis

Neben konventionellen Therapiemethoden mit Antiallergika und Hypo- bzw. Desensibilisierung wünschen auch immer mehr Betroffene alternative Behandlungsmöglichkeiten. Hier stellen wir einige bewährte homöopathische Arzneien vor.
Allium cepa
 
Die Küchenzwiebel in homöopathischer Form ist indiziert, wenn das Nasensekret sich scharf anfühlt und die Tränen reichlich fließen. Auch eine Besserung der Symptome an frischer Luft deutet auf All-c. hin. Das Mittel eignet sich, wenn Nase, Augen, Konjunktiven und Kehlkopf betroffen sind, wenn häufiges Niesen auftritt und der Tränenfluss stärker ist als ein möglicher Husten.
 
Apis mellifica
 
Dieses Mittel, hergestellt aus dem Gift der Honigbiene, wird homöopathisch wie ein Antiphlogistikum eingesetzt, welches besonders auf Haut und Schleimhäute wirkt. Patienten, für die Apis infrage kommt, zeigen rote, geschwollene Augenlider, brennende und tränende Augen, Lichtempfindlichkeit, geschwollene Nasenschleimhäute und eine behinderte Nasenatmung. Das Gesicht fühlt sich geschwollen an. Bei akuten Beschwerden können 5 Apis-mellifica- D6-Globuli 4–6-mal täglich empfohlen werden.
 
Arsenicum album
 
Das Leitsymptom dieses Mittels zeigt sich durch Beschwerden, die sich brennend scharf anfühlen und die nachts und im Liegen schlimmer werden. Betroffen sind Augen, Nase, Bronchien und die Lunge. Die Nase fühlt sich verstopft und wund an. Stockschnupfen wechselt mit Fließschnupfen, die Betonung ist rechtsseitig. Der Betroffene fühlt sich ruhelos und ängstlich. Wärme, Bewegung, aufrechtes Sitzen und hochgelagertes Liegen verbessert die Beschwerden.
 
Euphrasia officinalis
 
Der Augentrost eignet sich bei Beschwerden, die viele Tränen und milden Fließschnupfen umfassen. Die Augen brennen und sind lichtscheu. Das Mittel ist indiziert, wenn die Beschwerden abends und nachts und durch Licht und Wind schlimmer werden.
 
Galphimia glauca
 
Dieses Mittel könnte man auch als homöopathisches Antihistaminikum bezeichnen, für jeden Heuschnupfenpatienten kann ein Therapieversuch empfohlen werden. Typische Leitsymptome des Mittels sind: tränende und juckende Augen, Fließschnupfen, Niesen und erschwerte Atmung bei Pollenflug. Das Einnahmeschema bei akuten Beschwerden: Galphimia D6: 4–6-mal täglich 5 Globuli, bei Besserung reduzieren auf 2–3-mal täglich. Auch zur Prophylaxe dient das Mittel. Dazu sollten acht Wochen vor Beginn der Pollensaison 1-mal täglich 5 Globuli in der D12 eingenommen werden.
 
Kalium phosphoricum
 
Patienten, für die Kalium phosphoricum geeignet ist, zeigen eine Symptomatik mit fauligem, gelben Sekret, Schweiß im Gesicht und depressiver Erschöpfung. Die Augen schwimmen in Tränen, sie niesen heftig und haben viel Durst auf kaltes Wasser. Trockene Luft, Essen, Kälte und Aufregung verschlimmern die Symptome, Ruhe, Schlaf und Wärme tun gut.
 
Luffa operculata
 
Dieses Mittel kann helfen, wenn ein Stockschnupfen mit trockenen Schleimhäuten, Krusten in der Nase und Stirnkopfschmerzen vorherrscht und die Beschwerden im Freien besser werden. Betroffen sind die Nase, die Nebenhöhlen und die Augen. Lichtempfindlichkeit, Brennen der Zungenspitze und asthmatische Beschwerden können auch auftreten.
 
Nux vomica
 
Die Brechnuss in homöopathischer Zubereitung eignet sich für Patienten, welche tagsüber in geschlossenen Räumen einen Fließschnupfen haben und nachts und an der frischen Luft einen Stockschnupfen. Das Mittel ist für aktive Menschen passend, die reizbar, nervös und ungeduldig sein können. Nase, Ohren, Augen, Lidränder und die Eustachische Röhre können betroffen sein.
 
Pulsatilla pratensis
 
Globuli aus der Wiesenkuhschelle eignen sich, wenn der Heuschnupfen mildes, gelbes Sekret auslöst und die Nase, Konjunktiven, die Atmung und das Gemüt betroffen sind. Die Augen brennen, stechen und fühlen sich trocken an. Auch ein Fremdkörpergefühl kommt häufig vor. EG
 

 

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