Schabe-Kratz-Massage der TCM | Naturmedizin 3/2019

Gua Sha bei chronischem Rückenschmerz hilfreich

Unter der Leitung von Dr. med. Felix J. Saha von der Klinik für Naturheilkunde und integrative Medizin der Kliniken Essen-Mitte wurde eine kleine Studie durchgeführt, die testete, ob Gua Sha bei chronischen Rückenschmerzen effektiv sein könnte.
Chronische Rückenschmerzen, vor allem im Lendenwirbelsäulenbereich, sind ein großes Problem in industrialisierten Ländern, so auch in Deutschland. Hier berichtet fast jeder vierte Erwachsene über 30 Jahre über chronische Rückenschmerzen. Nicht medikamentöse Maßnahmen sind therapeutisch von hoher Bedeutung. Die Gua-Sha-Therapie kommt aus der ostasiatischen Volksheilkunde, wo sie traditionell seit Jahrhunderten bei vielen Indikationen eingesetzt wird. Grob übersetzt bedeutet „Gua“ so viel wie „schaben, kratzen“ und „Sha“ kann mit „Sand, Sediment“ übersetzt werden. Gua Sha ist also eine Methode, um Sha (Sand = Verschmutzung) an die Oberfläche zu bringen, also absichtlich therapeutische Petechien zu induzieren. Zu diesem Zweck werden eine Vielzahl von Instrumenten verwendet, u. a. Scheiben aus Büffelhorn. Ein Autorenteam deutscher und australischer Wissenschaftler testete nun in einer offenen, randomisierten, klinischen Studie die Methode an 50 Patienten mit chronischen Rückenschmerzen. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer war 49,7 Jahre, 78 % waren weiblich. 25 Teilnehmer bekamen zwei Gua-Sha-Behandlungen im Abstand von sieben Tagen, die Kontrollgruppe (n=25) bekam keine Behandlung. Die Patienten der Gua- Sha-Gruppe zeigten nach nur zweimaliger Anwendung eine deutliche Schmerzreduktion und Verbesserung des Gesamtzustandes im Vergleich zur Kontrollgruppe. Weitere Studien sollten folgen.
Quelle: Saha FJ et al.: Gua Sha therapy for chronic low back pain: A randomized controlled trial. Complement Ther Clin Pract; 34: 64-9, doi: 10.1016/j.ctcp.2018.11.002

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