Stoffwechselgesundheit

Naturmedizin 1/2021

Fasten verringert oxidativen Stress

Fettleibigkeit und die damit verbundenen Stoffwechselstörungen sowie Infektionskrankheiten wie Covid-19 sind heutzutage wichtige Gesundheitsrisiken. Bisherige Studien konnten zeigen, dass langfristiges Fasten die Stoffwechselgesundheit verbessert und die gesamte antioxidative Kapazität erhöht. Eine aktuelle Studie untersuchte den Einfluss eines 10-tägigen Fastens auf Marker des Redoxstatus bei 109 Probanden.

Alle Probanden durchliefen ein medizinisch überwachtes Fastenprogramm gemäß Richtlinien von Wilhelmi de Toledo et al. 2013, das körperliche Bewegung und individuelle Behandlungen umfasste:

Am Entlastungstag vor dem Fasten erhielten die Probanden eine 600-kcal-Diät mit Reis und Gemüse oder Obst. Zu Beginn der Fastenzeit wurde ein Abführmittel (20–40 g Na2SO4 in 500 ml Wasser) verabreicht. Während des Fastens wurde jeden zweiten Tag ein Einlauf angewendet. 250 kcal / Tag wurden durch 250 ml frisch gepressten Bio-Saft am Mittag und 250 ml Gemüsesuppe am Abend sowie 20 g Honig pro Tag aufgenommen. Den Probanden wurde geraten, täglich mindestens 2–3 l Wasser oder kalorienfreie Kräutertees zu trinken. In der Aufbauphase folgte eine schrittweise Wiedereinführung von Nahrungsmitteln mit einer ovo-lacto-vegetarischen Bio-Diät von 800 bis 1600 kcal / Tag.

Als Kernergebnisse geben die Autoren an:

Langzeitfasten erhöht die antioxidative Kapazität und verringert oxidative Schäden; es verbessert den metabolischen Gesundheitszustand; hohe Werte von Thiobarbitursäure-reaktiven Substanzen zu Studienbeginn begrenzen die LDL-Reduktion während des Langzeitfastens; der antioxidative Status hängt mit der lipidsenkenden Wirkung des Langzeitfastens zusammen.

Quelle:

Grundler F et al.: Interplay between oxidative damage, the redox status, and metabolic biomarkers during long-term fasting. 2020. Food Chem Toxicol. 2020 Aug 25; 145: 111701. doi: 10.1016/j.fct.2020.111701.

 

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