Rauchen und PMS | Naturmedizin 5/2019

Die Folgen des Lasters

Dass regelmäßiger Tabakkonsum die weiblichen Reproduktionsorgane schädigt und die Fertilität mindert, ist nichts Neues. Über den Einfluss von Tabak auf die Entstehung des prämenstruellen Syndroms (PMS) ist dagegen erstaunlich wenig bekannt.
Die Intensität der PMS-Beschwerden steigt proportional zum Östrogen- und Progesteronspiegel. Da Tabak nachweislich in die Synthese und Regulation verschiedener Sexualhormone eingreift, liegt ein Zusammenhang zur Entstehung des PMS nahe. An 285 PMS-Patientinnen sowie 285 gesunden Kontrollen wurde nun untersucht, ob und in welchem Maß der Raucherstatus sowie die Anzahl an Packungsjahren zur Entwicklung des PMS beitragen.
Verglichen mit Frauen, die nie zur Zigarette gegriffen hatten, war das Risiko für PMS sowohl unter aktiven als auch ehemaligen Raucherinnen fast zweifach erhöht (OR 1,78 bzw. 1,98).
Besonders häufig betroffen waren Frauen mit einer Raucheranamnese zwischen drei und acht Packungsjahren (OR 2,34), während Raucherinnen mit weniger als drei Packungsjahren ein geringeres Risiko trugen (OR 1,79).
Quelle: Fernández MDM et al.: Tobacco consumption and premenstrual syndrome: A case-control study. PLoS One 2019; 14(6): e0218794

Alle im Rahmen dieses Internet-Angebots veröffentlichten Artikel sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch Übersetzungen und Zweitveröffentlichungen, vorbehalten. Jegliche Vervielfältigung, Verlinkung oder Weiterverbreitung in jedem Medium als Ganzes oder in Teilen bedarf der schriftlichen Zustimmung des Verlags.

Ihr Zugang zu exklusiven Inhalten für Fachkreise

Login für Fachkreise

Neu registrieren

Passwort vergessen?